United Nations (UN)

Muslim wird neuer UN-Berichterstatter für Religionsfreiheit

Der bisherige UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran, Ahmed Shaheed, ist zum neuen UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit ernannt worden. Zu den jetzigen Zeiten, ein wichtiges Signal.

03
07
2016
Der neue UN-Berichterstatter für Religionsfreiheit, Ahmed Shaheed. © (flickr/Foreign an Commonwealth Office/ CC 2.0), bearbeitet by IslamiQ.

Der bisherige UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran, Ahmed Shaheed, ist zum neuen UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit ernannt worden. Das teilte der UN-Menschenrechtsrat am späten Freitagabend in Genf mit. Der frühere Außenminister der Malediven folgt damit auf den Deutschen Heiner Bielefeldt.

„Wir wünschen Ahmed Shaheed viel Erfolg in seinem neuen Amt“, sagte Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, am Samstag. Es sei ein wichtiges Signal, dass nun eine Persönlichkeit dieses Amt übernehme, die ihre Wurzeln in einem muslimisch geprägten Land habe. Leider sei es Realität, dass die Religionsfreiheit gerade in vielen muslimisch geprägten Ländern missachtet werde. Auch Realität ist, dass beispielsweise in Myanmar die muslimische Minderheit Rohingya unterdrückt wird.

Die vergessenen Rohingya

Seid Raad al-Hussein, der UN-Kommissar für Menschenrechte, veröffentlichte am Montag einen Bericht, in dem er die burmesische Regierung für die weiterhin extrem schlechte Situation der Rohingya und anderer ethnischer Minderheiten verantwortlich macht und verurteilt. Laut Seid, könnten die Ereignisse Myanmar vor einem internationalen Gericht, als Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen eingestuft werden. In Anbetracht dieser Umständen kommentierte Kauder die Wahl Shaheeds zum neuen UN-Sondererichtersatter, dass es jetzt umso wichtiger sei, „dass die Angehörigen aller Religionsgemeinschaften (…) zusammen für die Freiheit des Glaubens eintreten.“(KNA, iQ)

Leserkommentare

Manuel sagt:
Es ist halt eine Frage der Dimension, in fast allen islamischen Ländern, in denen der Islam Staatsreligion ist, werden religiöse Minderheiten verfolgt oder diskriminiert.
03.07.16
20:48
Marek sagt:
Ein Muslim Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit? Nachdem er Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran war? Was soll denn das für ein wichtiges Signal sein? Dass der UN die Menschenrechte und die Religionsfreiheit egal sind?
04.07.16
11:03
Kai sagt:
Der war Außenminister der demokratischen und menschenfreundlichen Malediven? Und dann war er bei der UN zuständig für Menschenrechte und jetzt sogar für Religionsfreiheit? Die Welt wird immer verrückter. Aber da sieht man, was man von der UN halten kann.
04.07.16
15:41