Freitagspredigten, 06.05.2016

Spenden, Aufrichtigkeit, Schabân

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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Gebetsketten
Muslimische Gebetsketten in einer Moschee © by Beggs auf flickr.com (CC BY 2.0), bearbeitet IslamiQ

Eure Lebensmittelpakete – ein Segen
In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) geht es um Lebensmittelpakete und das Spenden.Die Welt , in der wir leben, sei nicht immer gerecht. Die Kluft zwischen Arm und Reich nehme täglich zu. Internationale Studien belegen, dass das Vermögen der reichsten 1% der Weltbevölkerung dem gesamten Besitz der restlichen Bevölkerung entspricht. Dieses Ungleichgewicht erschwere auch die Armutsbekämpfung.

Jeder Mensch trage deswegen die Verantwortung gegenüber den hungernden Menschen dieser Welt. Man könne die Dankbarkeit für die Gaben Allahs nur zeigen, indem man teilt und sie im Namen Allahs einsetzt.

Aufrichtiger Glaube, aufrichtige Absicht, rechtschaffene Werke
In der Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) geht es um die Aufrichtigkeit. Der Islam beruhe vor allem auf einen festen Glauben. Das größte Zeichen des Glaubens, der als „das Bezeugen mit der Zunge und die Bestätigung mit dem Herzen“ definiert werde, seien rechtschaffene Werke. Rechtschaffene Werke seien alle Haltungen und Handlungen, die dem Wohlwollen Allahs, der natürlichen Veranlagung des Menschen und dem Nutzen der Menschheit entsprechen.

Dem Gläubigen sei es Pflicht, sich zu bemühen als rechtschaffene Diener gegenüber Allah aufzutreten. Man solle dem Leben eine entsprechende Richtung vorgeben, das die Weisheit der Erschaffung und dessen Ziel gut auffasst und berücksichtigt.

Der Wert des Şaban-ı Şerif
In der Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) geht es um den Monat „Şaban-ı Şerif“. Der Monat Schabân werde Allah die Taten dargeboten. In einem Hadith hieße es: „Wer den Monat Schabân respektvoll gegenübertritt, wer Allah gegenüber Ehrfurcht und Gehorsam praktiziert und in dieser Zeit keine Verfehlung begeht, dem vergibt Allah seine Sünden und schützt ihn im folgenden Jahr vor Schaden und unheilvollen Ereignissen.“

Es liege an den Muslimen den Monat mit seiner Gnadenfülle und seinen Segensgaben anzunehmen und so viel Nutzen wie möglich zu ziehen, indem man vermehrte Gottesdienste, Gebete und andere bei Allah wertvolle Taten verichtet.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.