Freitagspredigten, 19.02.2016

Heirat, Ehe, Namen Allahs und Haram

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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02
2016
Gebetsketten
Muslimische Gebetsketten in einer Moschee © by Beggs auf flickr.com (CC BY 2.0), bearbeitet IslamiQ

Heirat und Ehe

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) geht es um die Heirat und die Ehe. Die Familie sei das Fundament der Gesellschaft. Kinder lernen den Islam, die Ibâdas (Gottesdienste) und den Ahlâk (gute Charaktereigenschaften) zuallererst in der Familie. In der Ehe müssen die Rechte beider Ehepartner Beachtung finden. Eines der Ziele einer guten Ehe sei die Vermehrung der Nachkommenschaft. Die Ehe und das Familienleben seien menschliche Bedürfnisse. Sie bieten Raum für Zärtlichkeit und Intimität. In der Familie könne die Freude des Vater- bzw. Mutterseins erfahren werden. Die Familie bereite den heranwachsenden Kindern einen geschützten Raum. Dort können das Kind Liebe, Güte und Verantwortung erfahren und werde so auf sein zukünftiges Leben vorbereitet.

Ihm gehören die schönsten Namen

In der Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) geht es um die Namen Allahs. Als Gläubige habe man Verantwortungen und Aufgaben gegenüber Allah. Hierzu gehöre zu allererst, Ihn kennenzulernen, an Ihn zu glauben, Seine Existenz und Einheit zu akzeptieren. Durch Gottesdienste als ein Anzeichen des Dankes für die Gaben solle man nach Anlässen suchen, sich Ihm zu nähern. Das Wichtige für einen Gläubigen sei es nicht, nur die Namen Allahs auswendig zu lernen und zu memorieren. Sondern vielmehr die Bedeutungen dieser Namen zu erlernen und mit diesen Namen Bittgebete an Allah zu richten. Das eigentlich Wichtige sei es, das Leben mit den Bedeutungen dieser göttlichen Eigenschaften und Namen zu gestalten.

Schutz der Augen vor Haram

In der Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) geht es um den Schutz der Augen vor Haram. Man solle wertvolle Geschenke und andere Fertigkeiten, die man von Allâh bekomme im Sinne des allmächtigen Schöpfers nutzen. Aus diesem Grunde solle man sich angewöhnen wegzusehen, wenn man etwas erblicke, das für einen Muslim oder eine Muslima unpassend ist. Dies sei eine Verhaltensweise, die den Menschen bei Allah nicht in Verantwortung bringt und die zur Belohnung bei Allâh führt. Es sei eine Verfehlung, wenn man seine Augen nicht abwendet oder gar weiter hinstarrt.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.

Leserkommentare

Manuel sagt:
Verstehe, man darf also beispielsweise mit einer Frau mit kurzem Rock nicht sprechen und muss sofort die Augen zuhalten, oder wie ist das zu verstehen?
19.02.16
18:49