Universität Osnabrück

Tagung zum antimuslimischen Rassismus

An der Universität Osnabrück findet eine Tagung zum antimuslimischen Rassismus statt. Erwartet werden hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland.

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01
2016
Schloss der Universität Osnabrück, Niedersachse
Schloss der Universität Osnabrück, Niedersachsen © by Jens-Olaf Walter auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

„Antimuslimischer Rassismus und Islamfeindlichkeit in Deutschland und Europa“ ist das Thema einer großen internationalen Tagung an der Universität Osnabrück. Die öffentliche Veranstaltung des Instituts für Islamische Theologie (IIT) findet in der Aula des Schlosses statt.

Adresse der Veranstaltung:
Neuer Graben 29
49074 Osnabrück
Hier können Sie das ganze Programm zur Veranstaltung einsehen.

Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus gewinnen in Deutschland und Europa immer stärker an Boden. Terror und Terrorangst treiben weitere Keile in unsere Gesellschaft. Das Phänomen und mögliche Vorgehensweisen dagegen sollen nun erstmals in Deutschland auf einer großen wissenschaftlichen Konferenz diskutiert werden. „Wir müssen die dahinter stehenden Denkstrukturen und Stereotypen besser erforschen“, so der Leiter des Instituts für Islamische Theologie, Prof. Dr. Bülent Uçar. „Mit dieser internationalen Tagung wollen wir einen wichtigen Beitrag dazu leisten.“

Erwartet werden hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland. Den Eröffnungsvortrag am Donnerstag, 14. Januar (17 Uhr), hält Prof. John Esposito von der Georgetown University aus Washington DC. Anschließend folgt eine Podiumsdiskussion zum Tagungsthema. Die Moderation übernimmt der Journalist Yassin Musharbash von der Wochenzeitung DIE ZEIT (Berlin). (iit, iQ)

Leserkommentare

Rabia K. sagt:
@Timo Beil Ich glaube, du hast etwas grundlegendes nicht verstanden. Weder Menschen können islamisch sein, noch ihr Handeln oder getroffene Aussagen. Anstelle von muslimisch, "islamisch" zu sagen, ändert nichts an der Bedeutung. Sehr vereinfacht ausgedrückt: Rassistisch wird's, sobald jemand auf ein bestimmtes Merkmal reduziert (Hautfarbe, Kleidung, Bartlänge, Achtung Islamisten nicht mit Hipster verwechseln ;-) ) und gleichzeitig sein Handeln, Verhalten darauf zurückgeführt wird, ohne den großen Kontext und die eigentlichen Zusammenhänge zu sehen. Rassistisch, weil Machtverhältnisse dadurch legitimiert werden. Rassistisch aufgrund dogmatischer Verallgemeinerung und Verleumdung. Rassistisch, weil anstelle von "der Türke" oder "der Araber", "der Muslim" tretet und gerne auch mal "der islamisch Geprägte". Natürlich geht mit dieser "Kritik" der Versuch einher, sich eine positive Identität zu bilden und Privilegien zu sichern. Stichwort "Patriotische Europäer". Man versucht die Abgrenzung also rational zu begründen, indem man vordergründig die Religion kritisiert. Wenn man nun argumentiert, die Kritik würde "nur" Religion oder Kultur meinen, unterstellt man, andere Rassismen würden auf tatsächlichen (!) biologischen Unterschieden beruhen. Auf begründete Kritik lässt sich jeder gerne ein. Nicht aber, wenn man jeden, der sich zum Islam bekennt mit Pierre Vogel und Co. gleichsetzt und im Allgemeinen von einer homogenen und gleichgeschalteten Masse ausgeht, die die Weltherrschaft an sich reisen will.
28.01.16
23:24
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