13.11.2015, Freitagspredigten

Sünden, Respekt, Koran und Sunna

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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Gebetsketten
Muslimische Gebetsketten in einer Moschee © by Beggs auf flickr.com (CC BY 2.0), bearbeitet IslamiQ

Sich von Sünden fernhalten

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) geht es um Sünden. Allah habe den Menschen erschaffen, um ihn zu prüfen. Diese Prüfung könne der Mensch am besten bestehen, wenn er den Befehlen Allahs folge und nichts tue, was haram ist. Allahs Gebote zu missachten sei eine Sünde, eine Art Aufstand gegen Allah.

Habe das Herz einmal Schaden erlitten, finde es nur schwer auf den rechten Weg zurück. Denn ab diesem Moment entferne sich der Mensch immer mehr von Allah. Entferne sich der Mensch hingegen von den Sünden, nähere er sich Allah. Eine der größten Gefahren sei die heimliche Sünde. Da sie nur mit dem Herzen begangen werde, sei sie sowohl für den betreffenden Menschen als auch für andere unerkennbar.

Ältere Menschen respektieren

Die Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) thematisiert den Respekt vor älteren Menschen. Harmonie in der Gesellschaft entstehe vor allem dann, wenn die im Alter fortgeschrittenen den Jüngeren gegenüber Güte und Freundlichkeit walten lassen und die Jüngeren den Älteren gegenüber respektvollen Umgang pflegen.

Der Mensch solle sich von einem langen und relativ unbeschwerten Leben nicht täuschen lassen, vor allem sei es töricht sich einzureden, dass dies immer so weitergehen könne. Die Jüngeren von heute seien ohne Zweifel die Älteren von morgen. So solle man sein eigenes Älterwerden vor Augen haben und den älteren Menschen, vor allem eigenen Eltern, Großvätern und Großmüttern respektvoll begegnen, die Älteren innerhalb der Familie in Ehre und Würde halten und so auch in diesem Punkt dem eigenen Nachwuchs und Kindern ein gutes Vorbild abgeben.

Den Koran und die Sunna als Maßstab nehmen

Die Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) behandelt den Koran und die Sunna als Maßstab. Der Koran und die Sunna des Propheten seien zwei wichtige Quellen der Religion. Denn neben der Situation, dass beide die Richtschnur des weltlichen Lebens für den Gläubigen seien, seien sie auch Ratgeber für das Glück im ewigen Leben. Im Koran und in der Sunna seien die Grundprinzipien enthalten, wie ein Muslim auf das Leben eingestellt sei und das Leben fortführen solle.

Der Koran und die Sunna seien zwei voneinander untrennbare Teile. Man solle sein Leben mit dem Koran und der Sunna zusammenführen. Man dürfe nicht vergessen, dass man viele Probleme, mit denen man konfrontiert ist, nur mit dem Koran und der Sunna lösen könne, wenn man diese als Wegweiser für das Leben bestimme.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.