Muhammad-Nafi-Tschelebi-Preis

Religionswissenschaftler Antes erhält Islam-Friedenspreis

Der Muhammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreis würdigt Menschen, die sich um Frieden bemühen, indem sie sachlich über den weltweiten Islam berichten. In diesem Jahr wird Peter Antes, Religionswissenschaftler der Leibniz Universität Hannover, ausgezeichnet.

08
11
2015
interreligiöses Weltfriedenstreffen
Symbolfoto: interreligiöses Weltfriedenstreffen © by murdelta auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Peter Antes (73), Religionswissenschaftler an der Leibniz Universität Hannover, erhält in diesem Jahr den Muhammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreis des Islam-Archivs in Soest. Das teilte die Leibniz Universität am Mittwoch in Hannover mit. Antes gelte als einer der „Pioniere des christlich-islamischen Dialogs“, begründete die Amina-Abdullah-Stiftung die Auszeichnung. Der Preis wird am Sonntag in Münster verliehen. Weitere Preisträger sind der Münsteraner Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) und die „Rems-Murr-Rundschau“.

Antes lehrte bis 2012 Religionswissenschaft im Institut für Theologie und Religionswissenschaft an der Leibniz Universität in Hannover, wo er seit 1973 tätig war. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem islamische Ethik sowie Religionen und religiöse Gemeinschaften in Europa.

Das in Soest ansässige Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland vergibt den Preis jedes Jahr an Nicht-Muslime, die zum Dialog zwischen Christen und Muslimen beitragen. Er ist nach dem Syrer Muhammad Nafi Tschelebi benannt, der das Institut 1927 in Berlin gegründet hat. Es ist die älteste bestehende islamische Einrichtung im deutschsprachigen Raum und verwaltet die Urkunden der islamischen Gemeindegründungen seit 1739. Derzeit wird ein Umzug des Instituts an die Universität Münster vorbereitet. (KNA,iQ)

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. «Islam und Frieden» hört sich an wie eine contradictio in se. Wo in der Welt Frieden herrscht ist (Europa, USA, China) ist der Islam bedeutungslos und wo in der Welt der Islam herrscht (Middle East) gibt es keinen Frieden. Unbedeutende Ausnahmen bestätigen diese Wahrnehmung. Gruss Kritika
10.07.17
23:46