Projekt

„Vertraust Du mir? Umarme mich!“

Am Freitagabend haben muslimische Jugendliche in Bonn ein aussergewöhnliches Projekt auf die Beine gestellt. Die Idee: Eine einfache Umarmung soll Brücken bauen.

31
10
2015
Diskriminierung
"Wo kommst du wirklich her?" Eine Frage, die Menschen mit einem Migrationshintergrund oft hören. © by ITU Pictures auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Mit einer etwas ungewöhnlichen Aktion werben muslimische Jugendliche in Bonn für die religiöse Vielfalt. Mit einer einfachen Umarmung sollen Barrieren zwischen verschiedenen Lebenswelten überwunden werden. Am späten Freitagnachmittag stellten sich die Jugendlichen in die Fußgängerzone der Bonner Innenstadt. Mit verbundenen Augen und offenen Armen standen zwei muslimische Jugendliche auf der Straße und wurden von weiteren begleitet, die Schilder mit der Aufforderung „Vertraust Du mir? Umarme mich!“ trugen. Eine weitere Gruppe der Jugendlichen verteilte an Passanten Karten in Herzform mit dem Inhalt: „Ich liebe Bonn, weil…“.

Das Sozialprojekt erhielt überwiegend positives Echo. Wie der Bonner Generalanzeiger berichtet, zeigte sich auch Projektleiterin Zeynep Pirayesh zufrieden. Die Aktion sei eine sehr direkte Art der Kommunikation gewesen. Mit Hilfe des Projekts sei es möglich, dass muslimische Jugendliche eine Stimme erhalten. Bereits Anfang des Jahres hatten kanadische Muslime das „Blind Trust Project“ als eine Möglichkeit genutzt die Kanadier im Umgang mit Muslimen zu sensibilisieren. Man wolle der kanadischen Gemeinschaft zeigen, dass man den kanadischen Muslimen, sein blindes Vertrauen schenken könne.

Leserkommentare

Burak sagt:
Und wie hat man das theologische Problem überwunden, dass sich Personen unterschiedlichen Geschlechts nicht derart Nahe kommen sollen? Oder stand wieder Mal das Wort "Dialog" größer geschrieben als etwaige religiöse Vorgaben? Aber wenn man "Brücken" bauen möchte, darf die Religion ja nicht als "Barriere" dienen und dann sind solche "Kleinigkeiten" auch nicht mehr nennenswert.
02.11.15
12:04
Trara sagt:
Mit dem "theologischen Problem" stehen Sie anscheinend alleine da. Nicht traurig sein.
23.11.15
23:31