Großbritannien

Gefängnisstrafe für fremdenfeindliche Äußerungen

In Großbritannien muss ein Mann für 12 Wochen ins Gefängnis, weil er sich gegenüber McDonald’s Mitarbeitern islamfeindlich geäußert hat. Der Mann bereut den Vorfall, er sei betrunken gewesen.

10
09
2015
Union Jack Großbritannien Flagge © by blu-news.org auf flickr.com (CC BY 2.0), bearbeitet IslamiQ

Ein 65-Jähriger Brite muss 12 Wochen ins Gefängnis, weil er mehrfach fremdenfeindlich aufgefallen ist. Zuletzt pöbelte er im Juni in einem McDonald’s einen Angestellten und einen Sicherheitsbeamten an, beleidigte die Männer und ahmte das islamische Gebet nach.

Wie die die Staatsanwältin berichtet, habe sich der Mann über den Tresen des McDonald’s angelehnt, um das Namensschild des Angestellten Mohamed Mahroof zu lesen und habe gefragt: „Heißt du Mohamed? Bist du Muslim?“ Nachdem er seine Antwort bekam, ließ der Mann nicht locker. „Ich bin Christ, du bist Muslim, willst du mir jetzt meinen Kopf abhacken?“, habe er gesagt und mit seinem Arm eine Enthauptung gestikuliert. Auf die Bitten der Mitarbeiter, den Laden zu verlassen, habe er sich zunächst Richtung Ausgang bewegt, sich dann doch wieder umgedreht, um Mahroof weiter zu drangsalieren: „Du Muslim, du willst meinen Kopf abhacken.“ Danach habe er sich hingekniet und das islamische Gebet imitiert.

Vor Gericht ließ Maughan durch seine Anwältin ausrichten, dass ihm der ganze Vorfall sehr peinlich sei und er sein Verhalten an dem Abend sehr bereue. Er sei betrunken gewesen und habe sich falsch verhalten.

Leserkommentare

Elvenpath sagt:
Solche persönlichen Beleidigungen und Diskriminierungen gehören geahndet. Völlig richtig. Weil ein Mensch das Opfer ist. Beleidigungen einer (religiösen) Ideologie dürften aber nicht strafbar sein. Das wurde nur von religiösen Menschen mit ihrer Macht durchgedrückt. Sogenannte Blasphemiegesetze haben in einer modernen Gesellschaft nichts verloren.
10.09.15
17:43