Hessen

Zahl der Anti-Islam Demos steigt an

Die Zahl islamfeindlicher Kundgebungen in Hessen hat sich in diesem Jahr vervielfacht. Dies gab der hessische Innenminister, als Antwort auf eine kleine Anfrage an die Landesregierung, bekannt.

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Symbolbild: Rechtsextremistische Kundgebungen © by Caruso Pinguin auf flickr.com (CC BY 2.0)
Symbolbild: Rechtsextremistische Kundgebungen © by Caruso Pinguin auf flickr.com (CC BY 2.0)

Die Zahl islamfeindlicher Kundgebungen in Hessen nimmt dramatisch zu. Dies geht aus der Antwort der hessischen Landesregierung auf eine kleine Anfrage des linken Abgeordeten Hermann Schaus hervor. In den vergangenen 10 Jahren wurden 60 islamfeindliche Kundgebungen registriert, mehr als die Hälfte hat allein im Jahr 2015 stattgefunden. Seit Dezember 2014 waren es genau 43, also fast drei Viertel der anti-islamischen Demonstrationen insgesamt.

Veranstaltet wurden die islamfeindlichen Kundgebungen der letzten Monaten insbesondere von Pegida-Ablegern wie Kagida, Pegida-Frankfurt oder den „Freien Bürgern für Deutschland“. In den Jahren davor organisierte die rechtsextreme Partei NPD islamfeindliche Demonstrationen, allerdings nicht in dem Umfang.

Der hessische Innenminister Peter Beuth warnt vor der zunehmenden Anfeindung von Muslimen. Straftaten gegen Moscheen im Jahr 2015 seien zwar nicht bekannt, in den letzten 15 Jahren wurden allerdings 14 Attacken auf Moscheen registriert, so der Innenminister. Die Taten reichen von Hakenkreuzschmierereien bis zum Wurf mit Pflastersteinen. Eine Ahmadiyya-Moschee-Baustelle in Fulda wurde im letzten Jahr mehrfach angegriffen. So wurde die Baustelle beispielsweise mit Schweineköpfen beworfen oder die Scheiben des neuen Gebäudes eingeschlagen.