21.08.2015, Freitagspredigten

Wohlwollen Allahs, Hoffnung für Unterdrückte, Dienen

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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Gebetsketten
Muslimische Gebetsketten in einer Moschee © by Beggs auf flickr.com (CC BY 2.0), bearbeitet IslamiQ

Das Wohlwollen Allahs – unser höchstes Ziel

Die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) thematisiert in ihrer Freitagspredigt das Wohlwollen Allahs. Der Tod sei seit Adam (a) eine unabänderliche Realität des Lebens. Er sei ein stetiger Begleiter des Menschen. In Sure Ankebut hieße es: „Diejenigen aber, welche glauben und das Rechte tun, werden Wir gewiss in den höchsten Gemächern des Paradieses wohnen lassen, das von Bächen durcheilt wird, ewig darin zu verweilen. Schön ist der Lohn der Rechtschaffenen, die standhaft ausharren und auf ihren Herrn vertrauen.“

Alles, was der Mensch im Diesseits tue, werde im Jenseits gezeigt werden.Vor dem Tod gäbe es kein Entrinnen. Deshalb müsse jede Handlung ein Ziel haben. Da der Tod wahr und das irdische Leben vergänglich sei, müsse der Zweck des Lebens einzig das Wohlwollen Allahs sein. Man dürfe nicht vergessen, dass Handlungen nur dann sinnvoll sind, wenn sie um seinetwillen vollzogen werden.

Hoffnung für Unterdrückte sein können

In der Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) geht es um die Hilfe für Unterdrückte. Die Aufgabe des Muslims sei es, nicht auf der Seite des Unterdrückers zu sein, sondern jederzeit auf der Seite des Unterdrückten und der Opfer zu sein. Weltliches Verlangen, Stärke und Machtbegierde lasse sogar Geschwister untereinander erschlagen. Es sei betrübend, dass die Angehörigen einer Religion mit Gewalt, Auseinandersetzung, Tötung und Massakern erwähnt werden, obwohl diese Religion das Töten eines Menschen wie die Tötung der ganzen Menschheit missbillige.

Muslime würden aber nicht in Hoffnungslosigkeit versinken. Alle negativen Dinge seien vergänglich, vorausgesetzt der einheitliche Geist unter den Muslimen bleibe fortbestehen.

Diener auf dem Weg Allahs

In der Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) geht es darum, auf dem Weg Allahs zu dienen. Allah habe den Menschen als das ehrenvollste unter den Geschöpfen erschaffen, ihm die Vernunft als Gabe mitgegeben und ihm über Seine Gesandten den richtigen Weg gezeigt.

Für bewusst lebende Muslime gäbe es deswegen eine essentielle Aufgabe: Auf dem Wege Allahs und immerzu auf der Fährte des Propheten und der Freunde Allahs zu sein und bis zum letzten Atemzug zu dienen. Darüber hinaus solle man sich immer wieder mit Bittgebeten an Allah wenden, damit er einen auf dem Weg seiner Freunde hält.

 

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.