Anklage

Moschee-Brandstifter aus Witten soll in die Psychiatrie

Der mutmaßliche Brandstifter einer Moschee in Witten wurde von verschiedenen Gutachtern als psychisch krank und deshalb nicht voll schuldfähig eingestuft. Die Staatsanwaltschaft beantragt daher die Einweisung in eine geschlossene Psychiatrie, anstelle einer Gefängnisstrafe.

18
08
2015
Fahndungsfoto der Polizei nach dem Täter

Der mutmaßliche Brandstifter aus Witten, der im April die Sultan-Ahmet-Moschee in Brand setzte, soll als nicht schuldfähig eingestuft und deshalb in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen werden, statt ins Gefängnis. So lautet zumindest der Antrag der zuständigen Staatsanwaltschaft. Der Tatverdächtige befand sich bereits in der Vergangenheit in psychologischer Behandlung. Verschiedene Gutachter stellen seinen geistigen Zustand und damit seine Schuldfähigkeit zum Tatzeitpunkt deshalb in Frage.

Im Herbst wird sich der Angeklagte dennoch erst mal vor Gericht verantworten müssen. Der 24-jährige Beschuldigte aus Sprockhövel wird wegen mehreren Vergehen angeklagt. Vorgeworfen werden ihm gefährliche Körperverletzung, zwei Betrugsfälle und die Brandstiftung in der Sultan-Ahmet-Moschee. Er bestreitet jedoch weiterhin den Brand in der Moschee gelegt zu haben. Videoaufnahmen aus einer nahegelegenen Tankstelle und Zeugenaussagen deuten jedoch auf seine Täterschaft hin.

In der Nacht zum 13. April ist der Täter in den Gebetsraum der Sultan-Ahmet Moschee in Witten eingebrochen und hat mit einem Kanister den Gebetsteppich in Brandt gesetzt. Die Flammen erloschen schnell, sodass niemand verletzt wurde. Das Feuer verursachte Sachschäden.

Leserkommentare

Jürgen Uther sagt:
Es ist doch interessant, wie oft die Schuldfähigkeit aus psysischen Gründen in Frage gestellt wird. Er selbst lehnt die Einschränkung der Schuldfähigkeit ab, ebenso wie die Täterschaft, damit kann die Schuldfähigkeit nicht über das Tatmotiv geprüft werden. Vermutlich hat er ein "wasserdichtes" Alibi, dazu fehlt jede Auskunft in der Information. Warum entziehen sich eigentlich fast 400 rechtsradikale Straftäter dieser wohlwollenden Justiz? Vor 20 Jahren war es Noch eine "Ehre" für Rechtsradikale vorbestraft zu sein.
22.01.16
10:32