Dresden

Stilles Gedenken an Marwa el Sherbini

Dresden gedenkt der vor vier Jahre ermordeten Muslima Marwa El-Sherbini. Sherbini war Opfer eines Rechtsextremisten geworden. Sie wurde getötet, weil sie Muslim war. Der Fall erschütterte die muslimische Gemeinschaft in Deutschland.

30
06
2013

Mit einer zentralen Gedenk-Veranstaltung wird heute an die am 1. Juli 2009 ermordete Ägypterin Marwa El-Sherbini erinnert. Sie wurde in den Räumen des Landgerichts Dresden Opfer einer islam- und ausländerfeindlichen Gewalttat.

Sachsens Justizminister Dr. Jürgen Martens (FDP) wird am 4. Jahrestag der Ermordung von Marwa El-Sherbini in einem stillen Akt im Landgericht Dresden an die tragische Tat erinnern. Der Justizminister will stellvertretend für die Landesregierung und die sächsische Justiz die Anteilnahme und das Gedenken zum Ausdruck zu bringen.

Die zentrale Gedenkveranstaltung für Marwa el Sherbini findet am 1. Juli 2013 um 13 Uhr im Foyer des Landgerichts Dresden statt. Besucher und Pressevertreter werden um ein frühzeitiges Erscheinen gebeten, um einen würdevollen Ablauf sicherzustellen.

Mord wurde ignoriert

Die Pharmazeutin Marwa El-Sherbini wurde von einem Rechtsextremisten, der sie zuvor aufgrund ihres Kopftuches beleidigt und bedroht hatte, und deshalb vor Gericht stand, mit 18 Stichen getötet. Dabei tötete der Mörder auch das Kind im Bauch der Schwangeren. Der Ehemann von Marwa El-Sherbini, der versuchte seine Frau zu retten, wurde von herbeigeeilten Polizisten angeschossen und verletzt. Sherbini wurde getötet, weil sie Muslima war.

Der Mord an Sherbini schockierte die muslimische Gemeinschaft in Deutschland. Dennoch blieb die islamfeindliche Tat zunächst durch die Medien unbeachtet. Erst als muslimische Blogger, Internetaktivisten und die ägyptischen Behörden auf den rassistisch motivierten Mord aufmerksam machten, reagierten Politiker und Medien und drückten ihre Anteilnahme aus.

Zur zentralen Gedenkveranstaltung werden der Dresdener Bürgermeister Jörn Marx (CDU), Muslime aus ganz Deutschland und Vertreter von Islamischen Religionsgemeinschaften erwartet. Unter anderem wird Aiman Mazyek in seiner Funktion als Sprecher des Koordinationsrates der Muslime teilnehmen.

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. Politiker und Presse-Leuten sollten sich nicht vordiesen Karren spannen lassen. Auch wenn die Frau sich porovozierenderweise als Sympatisantin einer Gruppe zeigte, in deren Namen fast täglich scheussliche Morde verübt werden; ihre Ermordung ist ein verwerfliches Verbrechen, und soll hier nicht kleingeredet werden. Ebensowenig wie die Ermordung der junge Studentin durch einen Muslim, der sich zZ in Freiburg vor Gericht verantworten muss. Und den von einem Muslim verübte Mord vor Kürzem in Hamburg. Und die mehrfache Morde jüngst in und um Barcelona, von einer Iman-geführte MuslimBande. Wenn wir schon 1 Opfer unter Angehörige der TäterReligion intensief gedenken, dann sollten erst recht die unzähligen Opfer der Muslemischen Mörder gedacht werden. Dann hätten aber unsere Politiker keine gedenkfreie Tage mehr, um ihre Arbeit zu verrichten. Also lassen wir beides. Gruss, Kritika
09.09.17
13:48